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Stolpersteine beim neuen Rechnungslegungsrecht

Rechnungslegung, also Buchhaltung, ist im Schweizerischen Obligationenrecht (OR) geregelt. Spätestens fürs Geschäftsjahr 2015 musste die Rechnungslegung den neuen gesetzlichen Normen (Art. 957 ff. OR) angepasst werden. Weil die Praxisentwicklung noch Jahre gehen wird, sind aber auch heute noch nicht alle Stolpersteine behoben.

Im Allgemeinen gilt es, die Buchhaltung einer Firma klar und verständlich zu führen. Das bedeutet, dass die Bezeichnungen der Konten spezifisch und sachbezogen sein müssen. Ein konkretes Beispiel sind die sogenannten „Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen“ (Art. 959a Abs. 1 OR). Vielen Unternehmen unterläuft der Fehler, die Bezeichnung einfach aus dem OR zu übernehmen. Das ist jedoch nicht korrekt, denn handelt es sich lediglich um Vorräte, sind diese konkret als „Vorräte“, „Warenvorräte“, „Rohmaterial“ usw. zu bezeichnen. Der Zusatz „fakturierte Dienstleistungen“ ist zu unterlassen, weil der Begriff keine wesentlichen Materialteile beinhaltet. Wenn es sich um eine Kombination aus Material und Arbeit (wie z.B. bei Leistungen im Baugewerbe) handelt, dann kann die Bezeichnung „angefangene Arbeiten“ verwendet werden.

Das neue Rechnungslegungsrecht ist ein Rahmengesetz. Deshalb sind gewisse Punkte, wie der obige, offengeblieben. Wer nicht nachkorrigieren will, setzt sich mit einem Experten zusammen. Wir sind jederzeit über den neuesten Stand informiert und geben gerne Auskunft – Anruf genügt.

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