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Patientenverfügung – Ich entscheide, was mit mir passiert

Ein schwerer Autounfall oder ein plötzlicher Hirnschlag kann jeden treffen. Die zentralen Fragen lauten hierbei: Was passiert, wenn ich nicht mehr ansprechbar bin? Wer bestimmt über mein Leben?

In Notfällen entscheiden, sofern der Patient nicht ansprechbar ist, die behandelnden Ärzte über die medizinischen Massnahmen – in dessen Interessen und gemäss seinem mutmasslichen Willen. Was viele jedoch nicht wissen, in nicht dringlichen Fällen können mittels einer Patientenverfügung die nächsten Schritte bestimmt werden. Sie setzen eine medizinische Vertretungsperson Ihrer Wahl ein, die sagen kann, was mit Ihnen passiert.

Wenn Sie nichts tun, gilt folgende gesetzliche Rangordnung:

  1. der Beistand mit einem Vertretungsrecht bei medizinischen Massnahmen
  2. der Ehegatte/die Ehegattin, die eingetragene Partnerin oder der
  3. eingetragene Partner
  4. der Konkubinatspartner/die Konkubinatspartnerin
  5. die Nachkommen
  6. die Eltern
  7. die Geschwister

Natürlich kann eine vertretungsberechtigte Person nicht nach eigenem Gutdünken entscheiden. Sie hat immer den mutmasslichen Willen und die Interessen des urteilsunfähigen Patienten zu beachten.

Unser Tipp: Wenn Sie nichts schriftlich festhalten wollen, sollten Sie zumindest mit Ihren Angehörigen darüber reden, welche Behandlungen Sie wünschen oder ablehnen – und wie Sie sterben wollen. Es mag ein sehr heikles Thema sein, aber wir empfehlen trotzdem jedem diese Vorkehrungen zu treffen.

Möchten Sie das Thema nicht im Familien- oder Freundeskreis aufbringen? Auf Wunsch setzen wir uns mit Ihnen zusammen und erstellen eine Mini- Patientenverfügung. Diese Beratung bieten wir beim Erstkontakt kostenlos an. Jetzt kostenlos anmelden und sorgen Sie dafür, dass im Ernstfall Ihr Wille Gewicht hat.

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