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Gefahren einer vorzeitigen Schenkung zu Lebzeiten

Die Kosten für einen Aufenthalt im Alters- und Pflegeheim steigen laufend an. Wenn Eltern ihren Kindern noch zu Lebzeiten einen Teil ihres Vermögens verschenken möchten, müssen sie dies frühzeitig planen, weil sonst die Kinder unterstützungspflichtig werden könnten.

Die durchschnittlichen Kosten für einen Aufenthalt im Alters- und Pflegeheim liegen zwischen 8000 und 9000 Franken pro Monat. Oft reichen die Renten aus der AHV, die Renten aus beruflicher und persönlicher Vorsorge sowie der Beitrag der Krankenkasse nicht aus, um diese Kosten zu decken. Deshalb wird vorhandenes Vermögen für eine allfällige Heimfinanzierung verwendet.

Sobald das Vermögen aufgebraucht ist, wird in einem nächsten Schritt geprüft, ob die Lücke durch Ergänzungsleistungen gedeckt werden kann. Die Sozialversicherungsbehörden rechnen bei der Prüfung des Anspruchs auf Ergänzungsleistungen das freiwillig veräusserte Vermögen (Schenkungen, Erbvorbezüge) zum bestehenden Vermögen hinzu, als wäre es nach wie vor vorhanden. Dies kann zu einer Abweisung des Gesuchs führen.

Bei der Berechnung gibt es keine Verjährung. Auch Schenkungen, die mehr als zehn Jahre zurückliegen, werden berücksichtigt. Pro zurückliegendes Jahr werden jedoch
10 000 Franken vom tatsächlichen Wert abgezogen. Folglich gilt, dass je länger eine Schenkung zurückliegt, desto weniger angerechnet wird. Zur Unterstützung verpflichtet sind nur Verwandte, die in einer direkten Abstammungslinie stehen und über günstige finanzielle Verhältnisse verfügen.

Bei Fragen rund um dieses Thema stehen wir Ihnen unter der Nummer
+41 (0)44 872 77 55 gerne zur Verfügung.

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